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Markus Kairies
Markus Kairies

Pirat und Ortsbeirat Westend

Piratengedanke von Markus Kairies am 16. März 2011 über...

Sieben auf einen Streich...

...und der nächste folgt, hoffentlich bald!

Sieben Atomkraftwerke sind abgeschaltet worden. Dieses Titelblatt löst bei mir Glücksgefühle aus. Na also, es geht doch! Strom habe ich trotzdem, ohh Wunder.

Man hat den Eindruck, dass die Politoberen den Spiegel-Artikel gelesen haben. Es ist genug Energie da. Wir produzieren sogar Überschüsse.

Nur traurig, dass das Kind immer erst in den Brunnen fallen muss, damit gehandelt wird. Die armen Japaner mussten nun daran glauben. Eine Hightech-Nation durchlebt gerade den Atom-Super-GAU und es scheint leider noch nicht zu Ende zu sein. Die Ausmaße werden alles da gewesene in den Schatten stellen.

Hierzulande versuchen die Energieriesen, allen voran RWE, die Ausmaße und das Risiko in Deutschland herunter zu reden. Für Biblis gibt es eine Broschüre: Notfallschutz für die Umgebung des Kernkraftwerks Biblis.
Hier geht RWE Power davon aus, dass bei einem Supergau "nur" 25 Kilometer im Umkreis betroffen sind. Das Darmstädter Öko-Institut hat berechnet dass die Strahlung sogar bis Berlin oder Brüssel reichen könnte, je nach Windrichtung. Als damals Campact die Ballonaktion "Tödliche Nachbarn" vor Biblis veranstaltet hatte, konnte man schön sehen, dass diese Ballons Richtung Frankfurt zogen.

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Patrick Süßmeier
Patrick Süßmeier

Pirat

Piratengedanke von Patrick Süßmeier am 16. März 2011 über...

Mutter Natur hält sich nicht an die Regeln der Menschen

Nun ist er aufgetreten - der Fall, der eigentlich gar nicht hätte auftreten dürfen! Zumindest laut Kraftwerksbetreiber.
Für die Menschen in Japan, die nun mit der Angst einer atomaren Katastrophe leben ist das kein Trost. Einmal mehr hat sich Mutter Natur nicht an die von den Menschen aufgestellten Regeln gehalten!

Aber was passiert in Deutschland? Die grossen Parteien ergehen sich in einem - in meinen Augen - schändlichen Wahlkampf um genau dieses Thema. Darf man diese Art des Wahlkampfes für unmoralisch halten? Ich denke schon... Denn mit der Angst der Menschen einen Wahlkampf zu führen, ist unmoralisch. Mittel zum Zweck! Was wir viel dringender benötigen ist Aufklärung und Transparenz!

Aber nein - ein Moratorium muss her. Laut Wikipedia ist die Definition eines Moratoriums "die Übereinkunft, eine bestimmte Sache aufzuschieben oder vorläufig zu unterlassen." Vorläufig ist hier wohl das Schlüsselwort! Oder glaubt irgend jemand wirklich, daß die abgeschalteten AKWs nach den 3 Monaten tatsächlich stillgelegt werden? Irgendwie versucht man der Bevölkerung dann die Sache wieder schmackhaft zu machen und schaltet die AKWs wieder an! Sinn und Ziel verfehlt!

Es MUSS eine neue Diskussion über Kernenergie her. Alte Sicherheitsstandarts müssen neu überdacht und angepasst werden. Aber bitte in einer ruhigen Atmosphäre und nicht vor dem Hintergrund der Katastrophe in Japan!

Klärt die Menschen auf, erzählt der Bevölkerung WARUM Ihr so am Atomstrom hängt...

Zum Schluss möchte ich noch ein Zitat von George Bernard Shaw bemühen:

Für einen Politiker ist es gefährlich, die Wahrheit zu sagen.
Die Leute könnten sich daran gewöhnen, die Wahrheit hören zu wollen.

FÜR MEHR TRANSPARENZ UND AUFKLÄRUNG!

Bernd Fachinger
Bernd Fachinger

Vorsitzender des KV Wiesbaden

Piratengedanke von Bernd Fachinger am 15. März 2011 über...

Paradigmenwechsel: Wasser als Ware

Als letzten Winter die Schneefälle so stark waren, dass ich nicht einmal mehr einen Parkplatz für mein Auto finden konnte, gönnte ich mir den Spaß, einmal zu überschlagen, wieviel Wasser da eigentlich heruntergeschneit sein mochte. Ich nahm an, dass pro Quadratmeter ein Kilogramm Schnee lag, und versuchte, das auf die Stadt Taunusstein hochzurechnen. Es waren rund 67.000 Tonnen. Für Hessen ergab mein Rechenspielchen 21 Millionen Tonnen. Für ganz Deutschland waren es 352 Millionen Tonnen.

Wasser, scheinbar aus dem Nichts, völlig kostenlos, gar deplaciert und im Übefluss. Die Stadt musste es wegkarren und zum Schmelzen zwischenlagern, wo es niemanden "stört" oder "behindert".

Gestern, Kneipe 60/40, Schlachthof Wiesbaden: Aufführung des vom Vorführungsverbot bedrohten Dokumentarfilms "Water makes Money". Er handelt von Wasser als Ware, die von Großkonzernen zur privaten Gewinnmaximierung gehandelt wird. Als sogenannte Public Private Partnership-Projekte (PPP). Das bedeutet: Menschenansiedlungen, also Kommunen oder Länder, verkaufen ihre Versorgungssysteme, um sie im selben Moment für Jahre und Jahrzehnte zurückzumieten.

Aber halt mal: wie passt das zusammen? Gewinn aus etwas erzielen, das im Überfluss, und noch dazu kostenlos, vorhanden ist? Die Antwort lautet: Gewinn gibt es nur da, wo Mangel herrscht.

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Kristof Zerbe
Kristof Zerbe

Pirat

Piratengedanke von Kristof Zerbe am 15. März 2011 über...

Die zweite Säkularisierung: Trennung von Staat und Wirtschaft

Aktuell bringt, nach dem schweren Erdbeben in Japan und dem daraufhin havarierten Atomkraftwark Fukushima, die Menschen wieder einmal die Angst vor einer atomaren Katastrophe um den wohlverdienten Schlaf. Schneller als es Angela Merkel lieb sein konnte, wird auch der von der konservativen Koalition ausgesetzte Atomausstieg wieder auf den Prüfstand gestellt. Und das so kurz vor wichtigen Wahlen. Der politische Super-GAU.

Die Frage ist, wie es soweit kommen konnte. Seit die Grünen in den 80ern vehement gegen die Atomkraft vorgegangen sind, hat sich doch das zarte Pflänzchen der atomaren Ablehnung in den Köpfen der Menschen festgesetzt und schließlich dazu geführt, dass der Ausstieg beschlossen wurde, als die Pflanze stark genug war. Der Rückfall scheint nur dadurch begründet werden zu können, dass die Parteien unterschiedlich stark auf Lobbyarbeit reagieren. Die CDU und ihr Koalitionsfortsatz FDP hatten dem Widerstand der Wirtschaft wohl nichts entgegenzusetzen, denn auch diesen Menschen muss klar sein, mit was für einem Dreck wir unseren Planeten vergiften.

Und nun wird es spannend ... was ist übler? Abgebrannte Brennstäbe oder eine Energie-Lobby, die gewissenlos Einfluss auf die Politik nimmt, um immer mehr Geld zu verdienen? Ich finde die Lobbyisten...

Der von mir sehr geschätzte Autor James Redfield vetritt die These, dass der Mensch etwas braucht, woran er sich klammern kann. Etwas was ihm die Welt erklärt. Vom Mittelalter bis ins 17./18. Jahrhundert übernahm in unseren Breitengraden die Kirche diese Rolle. Die christliche Religion hatte einen enormen Einfluss auf das Denken und Handeln der Menschen. Erst durch die Aufklärung kam es zu einer schrittweisen Säkularisierung, also der Trennung von Kirche und Staat, und die Wissenschaft löste in den Köpfen der Menschen die Religion als mentalen Anker ab.

In den 20./30. Jahren des letzten Jahrhunderts, als so gut wie alles entdeckt, alles erforscht, alles erklärt zu sein schien, merkte man, dass auch die Wissenschaft nicht die gewünschten Antworten liefern konnte. Das leere Gefühl war wieder da und die meisten Menschen versuchten es durch schieren Konsum zu füllen. Das Geld und damit die Wirtschaft übernahm die Rolle des Heilsbringers, des Fluchtpunktes. Mit einem mal war es das wichtigste kurzfristig mit allem möglichst viel Geld zu scheffeln, aller Moral und Vernunft zu Trotz. Hiroshima hat gezeigt wie gefährlich Kernspaltung ist, aber die Atomkraftwerke schossen wie Pilze aus dem Boden.

Wenn man es also mal genau betrachtet, haben wir also in den letzten 2 Jahrhunderten unser "Seelenheil" von der Religion in die Hände der Wirtschaft gelegt und werden nun von dieser ähnlich rücksichtslos behandelt wie damals von der Kirche und ihren Handlangern.

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