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Pressemitteilung von Manuel Wüst am 16. August 2013

Subkultur statt Saufkultur

Auch in diesem Jahr gibt es im Vorfeld des Folklore Festivals die Ankündigung, dass sich Anwohner über die Lautstärke beschweren werden. Allerdings möchten diese bereits eine Lautstärkebeschränkung auf Zimmerlautstärke ab 20.00 Uhr. 

Das Folklore Festival, welches sich in den vergangenen 37 Jahren einen Namen in der alternativen Szene gemacht hat, zieht jedes Jahr aufs Neue viele junge und jung gebliebene Menschen an. Namhafte Bands aus der ganzen Welt geben sich ein Wochenende lang die Klinke in die Hand und beweisen, dass Wiesbaden auch mit einer alternativen Szene aufwarten kann. 

Umso erschreckender ist die Ankündigung der Veranstalter, dass Folklore angesichts der jährlichen Gegenwehr von einzelnen Bürgern in Zukunft nicht mehr stattfinden kann. Bernd Preißmann, Mitglied der Jungen Piraten e.V., meint dazu "Natürlich müssen alle Interessen in der Planung Beachtung finden. Doch es gibt einen gesetzlichen Rahmen, der Veranstaltungen bis in den späten Abend auch in bewohntem Gebiet ermöglicht und der sollte auch hier Anwendung finden." 

Tatsächlich finden jedes Jahr im Zentrum Wiesbadens zahlreiche Veranstaltungen statt allerdings sind diese selten an ein jüngeres Publikum gerichtet. So sind Veranstaltungen wie das Wilhelmstrassenfest oder die gerade stattfindende Weinwoche teilweise mit mehreren Bühnen aufgestellt, die auch unter der Woche bis 22.00 Uhr, am Wochenende sogar bis 24.00 Uhr, Programm haben. Die Vielfalt der unterschiedlichen Feste in unserer Stadt, von Weinfest bis Folklore, belebt Wiesbaden und bringt die Bürger zusammen. Sollte Folklore nun als alternativer Teil dieser Mischung wegfallen, so wird das Kulturangebot der Landeshauptstadt noch einseitiger. 

Tobias Elsenmüller, Bundestagsdirektkandidat der PIRATEN, "In den vergangenen Jahren haben sich die Veranstalter des Folklore Open Air Festivals immer mehr darum gekümmert die Geräuschemission für die mindestens 300m entfernten Anwohner so gering wie möglich zu halten." 

Die PIRATEN fordern hiermit die Kulturdezernentin dazu auf, das Folklore Festival sowohl 2013 als auch langfristig möglich zu machen und sich neben dem Umweltdezernenten einzuschalten, damit die kulturelle Vielfalt Wiesbadens nicht leidet. 

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