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Pressemitteilung von Gunnar Langer am 27. Oktober 2017

Flächendeckendes WLAN ist kostenneutral möglich

In der Landeshauptstadt Wiesbaden gibt es im Umfeld von 55 städtischen Gebäuden freies WLAN. Doch die hohen Kosten würden einen weiteren Ausbau verhindern.

Die Piratenpartei setzt sich für den freien Zugang zu Informationen und für Datenschutz ein. Beides ist leider nicht mit dem Angebot der Stadt Wiesbaden möglich. Aktuell lagert die Stadt das WLAN an einen privaten Drittanbieter aus, der den Zugang einseitig sperrt und unnötig Daten der Nutzer erhebt. "Ein subtiles Gefühl der Überwachung schwingt immer mit, wenn man sich mit Hotsplots verbindet", so der Stadtverordnete und netzpolitische Sprecher Jörg Sobek.

Soweit Leistungen vom IT-Management der Landeshauptstadt zu erbringen sind, erwartet Sobek, dass die übergeordnete Stadtkämmerei Mittel in den Haushalt einstellt. Lediglich für die baulichen Maßnahmen an städtischen Gebäuden müssen die jeweiligen Ämter Vorsorge tragen. Damit das kein Ping-Pong-Spiel zwischen den Ämtern wird, werde man in den kommenden Haushaltsverhandlungen notfalls weitere Mittel beantragen. "Freies, flächendeckendes Internet wurde zu lange stiefmütterlich behandelt. Reisende aus dem Ausland schütteln die Köpfe über die deutsche Forschrittsverweigerung. Das muss sich ändern! Gerade Wiesbaden ist hier als Landeshauptstadt und Ziel von Städtereisen in der Pflicht", so Jörg Sobek.

Der Kreisvorsitzende Gunnar Langer sieht eine Alternative im Bürgernetz Freifunk. Die Kosten für den Ausbau tragen die Bürger selbst, in dem sie sich einen Freifunkrouter kaufen. Als Hotspot-Anbieter entscheiden die Bürger selbst darüber, ob es Netzsperren gibt und ob Daten erhoben werden. Beides findet aktuell nicht statt. Das Freifunknetz ist skalierbar und könnte die gesamte Innenstadt flächendeckend problemlos versorgen. Die Kosten teilen sich Bürger und Stadt, was eine neue Form der Bürgerbeteiligung darstellt.

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