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Meldung von Hendrik Seipel-Rotter am 26. Oktober 2010

Wiesbadener Piraten beantragen alten Personalausweis

am gestrigen Samstag, den 23. Oktober, haben sich die Wiesbadener Piraten vor dem Bürgerbüro versammelt, um sich noch einen alten Personalausweis zu sichern. Mit der Aktion möchten wir auf die Gefahren des neuen Ausweises hinweisen, der ab 01. November in allen Einwohnermeldeämtern ausgegeben wird.

Der wesentliche Unterschied zum alten Ausweis liegt in dem eingebauten RFID-Chip, auf dem alle Ausweisdaten inklusive dem Personalausweisfoto und den biometrischen Daten gespeichert werden. Darüber hinaus soll der Chip auch weitere Funktionen bereitstellen können.

Gerade der RFID-Chip stellt ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko dar, weil man ihn völlig unbemerkt auslesen kann. Ist die Verschlüsselung der Ausweisdaten erst einmal geknackt, können Kriminelle ganz einfach Tausende von Ausweisen kopieren, indem sie sich auf belebten Plätzen herumtreiben und unbemerkt Ausweisdaten auslesen, mit denen sie Kopien anlegen können. Es ist bereits gelungen, Ausweisdaten aus einem beliebigen elektronischen Reisepass auf einen anderen RFID-Chip zu kopieren.

Da man die Chips aus zwei Metern Entfernung auslesen kann, ist es außerdem möglich, die RFID Chips in elektronischen Ausweisdokumenten zu verfolgen und daraus Bewegungsprofile zu erstellen. Der elektronische Ausweis ist damit ein weiterer potentieller Schritt in Richtung Überwachungsstaat.

Die Piratenpartei rät allen Wiesbadener Bürgern, bis Ende der Woche noch von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, den alten Ausweis zu beantragen. Es gilt das Antragsdatum. Einen alten Pass bekommt man problemlos bis Samstag 14 Uhr im Wiesbadener zentralen Bürgerbüro, Dotzheimer Straße, im Erdgeschoss des Luisenforums.

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