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Kristof Zerbe
Kristof Zerbe

Pirat

Selbst denken und sich dazu äußern heißt Bewegung. Stillstand ist nicht akzeptabel.

Piratengedanke von Kristof Zerbe am 12. September 2011 über ...

Liberale Verschiebungen

Oh ja, die SPD hat in den letzten Jahren gelitten. Erst kamen die Grünen und umweltbewußte Sozialdemokraten wechselten das Parteibuch und dann spaltete sich auch noch ein Teil des linken Flügels ab, nannte sich WASG und ging später in der Partei "Die Linke" auf. Viel hartes Brot für die munter durchwechselnden Parteivorsitzenden.

Aber wer sagt denn, dass das SPD-Syndrom nicht auch andere Parteien treffen kann. So immun die CDU auch zu sein scheint, ihr langjähriger Juniorpartner FDP muss aktuell schwer Federn lassen und das ist nicht nur mit dem generellen Ärger der Bürger über den neoliberalen "Freunde-wir-machen-euch-noch-ein-Stück-reicher"-Kurs des ehemaligen liberalen Wunderkindes Westerwelle zu erklären.

Was viele nicht so recht auf dem Schirm haben ist, dass Teile der sozial-liberalen Wählerschaft sich einer neuen Gruppierung zuwenden, die da heißt: Piraten!

Ja, ich war mal ein FDP-Wähler. Genscher und Schmidt, gelb und rot, das schien mir lange Zeit die Antwort auf die Fragen der Zeit zu sein. Freiheitliches Denken und soziale Moral. Zwei Pfeiler in meiner persönlichen Denke. Und was machen seine Erben daraus? Freiheit für die gesellschaftliche Fettschicht, Hoteliers, Banker und Konsorten. Nein, das ist nicht liberal, sondern asozial!

Christopher Lauer, Direktkandidat in Berlin, wurde im aktuellen Wahlkampf vom Morgenmagazin interviewt:

Lauer: "Piratenpartei selbst ist, würde ich sagen, eine sozial-liberale Partei"
ZDF: "Also FDP-Schiene?"
Lauer: "Nö, sozial-liberal im Sinne von Bürgerechten und Bürgerfreiheit. Nicht dieser neoliberale Quatsch."

Ja, das trifft es, denn was kommt heraus, wenn man die Farben schwarz und gelb mischt? Nichts Gutes... Aber was, wenn man rot und und gelb mischt? Orange!

Konnte die SPD aufgrund ihrer Stärke als "Volkspartei" die Wähler- und Mitgliederwanderung noch so einigermaßen verkraften, so steht die ewige 5-Prozent-Partei zumindest bei Wahlen kurz vor dem Aus.

Man stelle sich das vor: bei der gerade absolvierten Niedersachsenwahl haben die Piraten die FDP in zahlreichen Kommunen geschlagen. Eine gerade mal 5-Jahre alte Partei, gegründet von Internet-Aktivisten, mit Wahlkampfmitteln so hoch wie die monatliche Portorechnung im Thomas-Dehler-Haus zu Berlin lehrt Genschers Nachfolgern das Fürchten!

Zwar stellen uns die meisten Medien noch als Computer-Freaks dar, aber das ist viel zu kurz gesprungen. Uns als neue sozial-liberale Partei zu bezeichnen ist das bessere Etikett.

Klarmachen zum Ändern!

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