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Jörg Sobek
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Zukunftsorientierte Politik ist kein Windfähnchen, sondern ein Segel mit Rückenwind

Piratengedanke von Jörg Sobek am 21. Januar 2017 über ...

Die Revolution im ÖPNV

Dichter und Denker in Sachen Mobilität fordern schon lange eine (bessere) Vernetzung der Verkehrsmittel. Diese Überzeugung ist nun auch bei ESWE Verkehr angekommen. Die aktuelle Geschäftsführung schmiedet Pläne für das Zusammenwirken von Straßenbahnen, emissionsfreien Bussen, Carsharing- und Fahrradstationen.

Die Diskussion über eine erste Straßenbahnlinie von der Hochschule RheinMain zur Theodor-Heuss-Brücke ist damit nur der Anfang einer - wie ich es nenne - Revolution im Personennahverkehr.

Mäßige Erfolge mit der Umweltzone und Grenzen der Belastbarkeit des bestehenden Busnetzes rufen nach zeitgemäßen Alternativen zum Autofahren. Denn selbst der verstärkte Einsatz von Gelenkbussen stößt an seine Grenzen. Gerade an zentralen Haltestellen gleicht das Kommen und Gehen einem Ameisenhaufen.

Um die Fahrzeiten von Straßenbahnen zu minimieren wird es eigene Trassen geben müssen. Das wird an Engstellen zulasten der Straßen gehen, insbesondere wenn jede Fahrtrichtung durchgängig ein eigenes Gleis haben soll.

Es wird aber nicht nur weniger autofreundlich, sondern auch teurer werden. Straßenbahnen wird zwar ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis zugeschrieben. Elektro- und Hybrid-Busse (mit Brennstoffzellen) sind derzeit aber nicht zum Preis konventioneller Busse mit Dieselmotor zu haben. Auch wenn große Fortschritte für die nächsten fünf Jahre erwartet werden, können sich E-Busse nur refinanzieren, indem Umwelteffekte stärker Berücksichtigung finden.

Kommt jetzt zur City-Bahn auch die CIty-Maut? Wiesbaden ist nicht London. Aber die Strategen denken über alle Möglichkeiten nach, wie man Mehrkosten auffangen kann, um den Fahrpreis für den Einzelnen überschaubar zu halten. Konzepte wie das Job- und Studententicket seien hier richtungsweisend.

Erkennbar ist, dass das Handeln stark an Fördermitteln ausgerichtet wird. So soll kein neuer Betriebshof gebaut, sondern bestehende Einrichtungen der Mainzer Verkehrsbetriebe mitgenutzt werden. Damit ist dann auch die Frage nach der Spurbreite beantwortet. Überhaupt scheint die Region Mainz/Rheingau-Taunus-Kreis/Wiesbaden mehr in das Bewusstsein zu rücken.

Damit diese Revolution im ÖPNV zu keiner Revolution der Bevölkerung führt, wird der Bürgerbeteiligung eine besondere Rolle zukommen. Und damit meine ich nicht Propaganda, sondern wirkliche Berücksichtigung der Bedürfnisse. Der Bürger ist schließlich Kunde.

Eine offzielle Vorstellung der Pläne ist für die Sitzung des Beteiligungsausschusses am 31. Januar angekündigt. Der nächste Schritt wird dann eine Nutzen-Kosten-Untersuchung nach den Anforderungen der Förderprogramme sein.

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