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Hans-Jörg Tangermann
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Pirat

Neue Visionen finden und umsetzen um für alle etwas zu verbessern, Vorbilder finden und einen früher selbstverständlichen ethischen Kodex wiederbeleben

Piratengedanke von Hans-Jörg Tangermann am 02. Januar 2013 über ...

Die Piraten stehen am Scheideweg - und das Ergebnis wird das Schicksal der Partei bestimmen

Soll es zukünftig pragmatisch ums wirkliche Veränderungen gehen oder wird weiterhin lieber intern um "Werte" diskutiert?

Meiner Einschätzung nach ist die Partei gespalten und zwar exakt in der Mitte. Das Ergebnis ist eine Selbstzerfleischung!

Was einem Beobachter auffällt, sind die unterschiedlichen Argumentationsebenen, obwohl es sachlich zu 90% Überschneidungen gibt. 

Die Pragmatiker bewegen sich eher auf der Sachebene und versuchen die Art des Vorgehens zu beschleunigen und schauen auch eher mal raus, auf den Bürger. Die "Werteverteidiger" kritisieren eher pauschal eine "unpiratige" Art, sind glücklich mit interner Arbeit an Programmen und packen auch schnell mal schwere Keulen aus. Schade, dass hier generalisiert wird. Und es wird mit allen Mitteln der etablierten Politik gearbeitet, die wir doch angeblich so sehr verachten. 

Der zweite Konflikt betrifft die Orientierung, wie weit "links" man sein möchte. Auch dies kann durch einen Mittelweg gelöst werden. Einerseits wird derzeit von Teilen der Piraten Klassenkampf gefordert anderseits kritisieren manche die Backbordpiraten als "Steigbügelhalter" der Linken. 

Wenn wir uns an erster Stelle die Überschneidungen anschauen würden, könnten wir Synergien erkennen und viel gemeinsam erreichen. 
Auch würden wir dem Wähler gegenüber deutlich glaubwürdiger sein. 

Man nennt es glaube ich Kompromiss und jeder von uns macht fast jeden Tag mindestens einen. Nur hier eben nicht!

Jemand der einen anderen Weg als man selbst geht, aber zum gleichen Ziel will, den sollte man doch erstmal unterstützen.
Natürlich gibt es gewisse Grenzen, beispielsweise unser Grundgesetz. Und selbst dieses wird, wenn es um freie Meinungsäusserung und dem Respekt davor geht, teilweise mit Füssen getreten. Dabei bekennt sich die Piratenpartei doch ausdrücklich dazu. 

Es erinnert stark an den Konflikt und die Mittel, wie derzeit Teile der katholischen Kirche Modernisierer ausgrenzen und diffamieren.   

Warum schreibe ich dies: 

die Auseinandersetzung in Wiesbaden ist ein Symbol für viele Konflikte in ganz Deutschland. Einige Mails aus anderen vor allem hessischen KVs habe ich erhalten: „wir trauen uns nicht offen Kritik zu üben, da Kritiker gebasht, ausgegrenzt, beschimpft und sogar bedroht werden“.  

Insbesondere Letzteres finde ich das ganz erbärmlich und verachtenswert!

Sind wir besser als manche Job-Center, denen wir Mobbing vorwerfen?

Wir fordern Respekt und Menschlichkeit und leben diese nicht vor. 

Durch Mobbing via soziale Medien insbesondere im Bereich Schule wurden inzwischen einige Selbstmorde verursacht. 

Muss es auch bei den Piraten soweit kommen, dass der erste weniger wehrhafte Pirat Suizid begeht, bevor manche hier mal aufwachen? 

Geht endlich wieder respektvoll und tolerant miteinander um! 

Vielfalt und Partizipation: gilt für alle und jeden!!!

Hans-Jörg Tangermann

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