Nun ist es also heraus: Die Stadt unter OB Müller kauft die Mauritiusgalerie.
Wie viel Geld Müller in die Hand genommen hat, möchte er allerdings nicht sagen.
Er habe Stillschweigen mit dem Verkäufer vereinbart. Ein städtisches Wertgutachten
kommt auf einen Betrag von 14 Millionen. Der ehemalige Besitzer, ein Luxemburger
Fond, wollte zuletzt 20 Millionen. Dazu kommen dann noch X Millionen für Umbau-
und Sanierungsmaßnahmen, nachdem das Objekt jahrelang leerstand.
Neben der Mauritusgalerie wird auch das Mauritius-Parkhaus, einige Wohnungen sowie
ein Hotel städtisch. Kommt nach "Wir sind Uni" jetzt "Wir sind Hotelier"?
Von irgendeinem Konzept, was die Stadt mit der Mauritiusgalerie vorhat, ist bis
jetzt öffentlich nichts bekannt. OB Müller orakelt nur öminös von einer irgendwie
vorgesehenen gewerblichen und städtischen Nutzung, ohne konkret zu werden.
Hat die Stadt vor, noch eine Ladengalerie daraus zu machen? Haben wir noch nicht
genug davon? Was ist mit der Stadtbibliothek, soll die nach dort umziehen, wie gemunkelt
wird? Niemand weiß nichts genaues.
Hallo? Geht es noch? Da werden Millionensummen für irgendwelche Projekte ausgegeben,
und diejenigen, die das letztendlich bezahlen (alle Wiesbadener Bürger), dürfen
nicht erfahren wie teuer das ganze ist? Das ist das Gegenteil von Transparenz.
Nach einem zweistelligen Millionenbetrag für die EBS werden hier erneut 14+X Millionen
in ein Großprojekt versenkt. Ohne öffentliche Debatte, ohne Bürgerbeteiligung, ohne
Transparenz. Gleichzeitig vergammeln Schulen und öffentliche Infrastruktur, und
die Stadt ist zu geizig, um armen Familien ein Weihnachtsgeld in Höhe von 50 Euro
pro Kopf zu gönnen.
Um weitere Intransparenz und Geldverschwendung zu verhindern, braucht es jemanden
wie uns. Wir stehen für Transparenz und Bürgerbeteiligung.
Deshalb: Piratenpartei in die Stadtverordnetenversammlung! Wir sorgen dafür,
daß Ihre Stimme gehört wird.